Auszeichnung für sozial-caritatives Engagement

Mit dem Teresa-Bock-Preis zeichnet die Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen Engagement aus, das zu einer menschenfreundlichen und gerechteren Gesellschaft beiträgt.

Das Preisgeld ergänzt die Förderarbeit der Caritas-Stiftung mit dem Ziel, zu bürgerschaftlichem, privatem Engagement und ehrenamtlicher Mitarbeit zu motivieren. Menschen, die sich in lokalen Netzwerken, in Verbänden, Einrichtungen, Projekten und Initiativen für soziale Belange einsetzen, spiegeln die große Vielfalt gelebter Solidarität im Bistum Aachen wider. Dies verdient Anerkennung und öffentliche Wertschätzung.

Der mit 10.000,00 Euro dotierte Sozialpreis wird jetzt alle drei Jahre verliehen und ist nach der Viersener Sozialwissenschaftlerin Frau Prof. Dr. Teresa Bock (†) benannt. Die berufliche Tätigkeit von Teresa Bock war eng mit ihrem Engagement in der Wohlfahrtspflege in Deutschland verbunden und prägend auch für die Caritas im Bistum Aachen.

Was wurde aus den früheren Preisträgern?

Sehen Sie hier, wie sich die Projekte seit der Auszeichnung mit dem Teresa-Bock-Preis der Stiftung entwickelt und wofür sie das Preisgeld verwendet haben:

Die Preisträger 2015

SpielTräume Birgden
Förderverein SpielTräume in Birgden/Gangelt
Unterstützungsnetzwerk „Vergissmeinnicht“
Verein Vergissmeinnicht in der Pfarre St. Josef in Herzogenrath-Straß

Die Preisträger 2013

„PfadfinderIn trotz allem!“
Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Diözesanverband Aachen e. V. in Krekel

Teresa Bock

Namensgeberin des Stiftungspreises der Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen

Teresa Bock, Prof. Dr. rer. pol., wurde am 21. Oktober 1927 in Viersen am Niederrhein geboren, wo sie bis zu ihrem Abitur im Jahre 1947 ihre Kindheit und Schulzeit verbrachte.

Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann Teresa Bock mit dem Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Köln und Frankfurt, das sie mit einer Dissertation über die Probleme der Berufserziehung gefährdeter weiblicher Jugend 1960 abschloss. Nachdem sie sich bereits in den fünfziger und sechziger Jahren als Referentin und Dozentin in der beruflichen Bildung profiliert hatte, war sie von 1971 bis 1977 Rektorin der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, der sie bis zu ihrer Pensionierung als Professorin in Aachen angehörte. Im Jahre 1991 gründete sie zudem die Katholische Fachhochschule in Berlin-Karlshorst.

Die berufliche Tätigkeit von Teresa Bock war eng mit ihrem Engagement in der Wohlfahrts-pflege verbunden. Neben ihrem langjährigen Wirken im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge hat sie sich besonders auch innerhalb der verbandlichen Caritas in vielfältiger Weise engagiert. Von 1972 bis 2002 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes. Zudem war sie von 1976 bis 1991 Vorsitzende des Caritas-Fachverbandes IN VIA – Katholische Mädchensozialarbeit, für den sie zugleich den Vorsitz in der Ökumenischen Konferenz der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Deutschland wahrnahm.

Trotz ihrer zeitintensiven Arbeit in bundesverbandlichen Gremien und Ämtern hat Teresa Bock ihren Sinn für die Belange der Praxis vor Ort nie verloren. Es war ihr vor allem ein großes Anliegen, freiwilliges soziales Engagement in der kirchlichen sozialen Arbeit zu stärken und nach zeitgemäßen Maßstäben weiterzuentwickeln. Die Konzeption der Freiwilligen-Zentren im Deutschen Caritasverband ist eng mit ihrem Namen verknüpft.

Im Bistum Aachen hat sie bis zum Jahr 2000 als ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Diö-zesancaritasverband, im Verein zur Förderung der Caritasarbeit und in den Aufsichtsgremien der Caritas-Behindertenwerk GmbH prägend mitgewirkt. Auch in ihrer Heimatregion Kempen-Viersen konnte sie im dortigen Regionalen Caritasverband als Ehrenmitglied durch ihre tatkräftige Unterstützung wichtige Impulse für die Arbeit und Weiterentwicklung des Verbandes setzen.

Teresa Bock starb am 15. Oktober 2012 im Alter von 85 Jahren in Viersen.