Das Motto lautet „Mit Herz und Haltung gegen Einsamkeit“

Projekte und Initiativen, die sich im Gebiet des Bistums Aachen dafür einsetzen, Einsamkeit in unserer Gesellschaft zu begegnen, können sich ab sofort um den mit 10.000 Euro dotierten Teresa-Bock-Preis der Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen (CGS) bewerben. Den Preis, der 2013 erstmals verliehen wurde, lobt die Stiftung nun zum sechsten Mal aus. Bewerbungsschluss ist am 13. Juni 2026.

Beim Pressegespräch am 2. März zum Auftakt der Bewerbungsphase betont Diözesancaritasdirektor Stephan Jentgens, Vorstandsvorsitzender der Stiftung: „Einsamkeit ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Das erleben wir als Caritas auch in unseren Diensten und Einrichtungen vielfach“. Einsamkeit habe tiefgreifende Folgen und es springe zu kurz, Einsamkeit als individuelles Schicksal der Betroffenen zu sehen. Vielmehr stellt es eine politische, gesellschaftliche und strukturelle Herausforderung dar.

Schwester Maria Ursula Schneider, Vorsitzende des Stiftungsrates, stellte fest: „Die Namensgeberin des Preises, die Sozialwissenschaftlerin Teresa Bock aus Viersen, würde uns zustimmen, dass Projekte, die sich der Herausforderung der Einsamkeit stellen, sehr dazu geeignet sind, gesellschaftlichen Spaltungen vorzubeugen.“ Alle bisherigen Ausschreibungen der Sozialpreises der CGS hätten das Anliegen, darauf hinzuweisen, „dass wir – unabhängig von den verschiedenen Herausforderungen – gesellschaftliche Veränderungen nur in einem Zusammenhalt der Gesellschaft erreichen können und nicht in einem Gegeneinander.“

Jurymitglied Antje Trauzeddel, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hält das Thema der Ausschreibung ,Mit Herz und Haltung gegen Einsamkeit‘ daher für wichtiger denn je, weil es eine zentrale Aufgabe für Frieden, Demokratie und Wohlergehen sei, die nur mit Menschen für Menschen funktioniert. Einsamkeit betrifft Menschen aller Altersgruppen – vom Jugendlichen, der sich inmitten digitaler Netzwerke isoliert fühlt, bis hin zur Seniorin, die nach dem Verlust ihres Partners allein lebt. Vorbeugung und Bekämpfung von Einsamkeit sind von entscheidender Bedeutung, weil sie gravierende Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit hat und die Gesellschaft insgesamt betrifft.

Es gibt bereits viele zivilgesellschaftliche Aktivitäten, die sich gegen die Einsamkeit engagieren. Mit der Ausschreibung sollen gerade kleine, auch ehrenamtlich getragene oder unterstützte Projekte, die sich gegen Einsamkeit engagieren, stark gemacht werden. Martin Novak aus dem Vorstand der Stiftung erläuterte, wer sich um den Teresa-Bock-Preis 2026 bewerben kann: „Gruppen, Personen, Vereine, Pfarreien, kirchliche und zivilgesellschaftliche Initiativen, Unternehmen, Dienste und Einrichtungen im Bistum Aachen können sich bewerben. Sie müssen bestehende Projekte oder Initiativen vorweisen, mit denen sie Einsamkeit begegnen.“ Dies können z.B. generationenübergreifende- oder Nachbarschaftsprojekte sein, Beratungsangebote, Treffpunkt- oder Freizeitangebote etc. – Initiativen, die das Miteinander stärken und so die Teilhabe des Einzelnen ermöglichen. Es ist auch möglich, dass Dritte bestimmte Projekte oder Personen für eine Bewerbung vorschlagen. Wichtig ist, damit die Jury ihre Entscheidung treffen kann, dass es aussagekräftige Beschreibungen gibt, gerne mit Fotos, Links, Video-Clips, Artikeln, Berichten etc.

Der Teresa-Bock-Preis wird am Mittwoch, 25. November 2026, verliehen. Zur Veranstaltung sind Vertreter aller Bewerber eingeladen.

Sie stellten in Aachen die Ausschreibung für den Teresa-Bock-Preis 2026 vor: Martin Novak, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen, Jury-Mitglied Antje Trauzeddel, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Stellvertretende Ärztliche Direktorin im Alexianer Krankenhaus Aachen, Schwester Maria Ursula Schneider, Vorsitzende des Stiftungsrates und Stephan Jentgens, Diözesancaritasdirektor und Vorstandsvorsitzender.