27. Januar 2015

Caritas-Gemeinschaftsstiftung fördert Sozialtraining des SkF Aachen

Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders übergibt Förderscheck

Aachen. Der Vorstandsvorsitzende der Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen, Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders, hat dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Aachen für sein Sozialtraining für Kinder und Jugendliche im Nachbarschafts- und Jugendtreff Robert-Koch-Straße einen Förderscheck in Höhe von 14.400 Euro überreicht. Schröders übergab den Scheck an Projektleiterin Marion Stickelmann, die Vorsitzende des SkF Aachen, Marga Mahr, und Kinder, die den Nachbarschafts- und Jugendtreff besuchen. 

 Der Vorstandsvorsitzende der Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das
Der Vorstandsvorsitzende der Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das
Bistum Aachen, Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders (hinten
r.) und Ute Schramm (l.) übergaben den Förderscheck an Projekt-
leiterin Marion Stickelmann (2. v. r.), die Vorsitzende des SkF Aa-
chen, Marga Mahr (2. v. l.), und Kinder, die den Nachbarschafts-
und Jugendtreff besuchen (Foto: Caritasverband für das Bistum Aa-
chen)

Der Stiftungsrat hatte bei seiner Sitzung im Oktober 2014 beschlossen, das Sozialtraining zu unterstützen. Das Gruppenangebot soll Kindern und Jugendlichen aus dem Sozialen-Brennpunkt-Milieu helfen, persönliche und soziale Kompetenzen zu entwickeln, die ihnen familiär nicht mitgegeben werden. Das Geld verwendete der SkF im Wesentlichen dazu, eine Mitarbeiterin für das Angebot zu finanzieren. Unterstützung erhielt das Projekt von der Stadt Aachen und weiteren Organisationen und Stiftungen, den Löwenanteil steuerte allerdings die Caritas-Gemeinschaftsstiftung bei.   

Die aktuelle Situation im Nachbarschaftstreff bedurfte dringend einer Neuordnung. Nach dem Wegfall eines Angebotes waren die Jugendlichen sich selbst überlassen, Gewalteskalationen und störendes Verhalten häuften sich. Dank der mit Hilfe der Stiftungsgelder finanzierten Mitarbeiterin sind wieder tägliche Öffnungszeiten möglich, und für die Kinder und Jugendlichen ist eine konstante Ansprechpartnerin ist vor Ort. Sie wird von einer Honorarkraft sowie von einer auf Antigewalttraining spezialisierten Sozialpädagogin unterstützt.   

Das Sozialtraining im Nachbarschaftstreff Robert-Koch-Straße wird täglich in zwei Gruppen angeboten. Dort stehen die Fragen und Themen der Jugendlichen im Mittelunkt. In einer kleinen Präsentation zeigten die Kinder und Jugendlichen, welche Aktionen sie bereits erlebt haben. Unter anderem haben sie den Wald erkundet, Lehmdrachen und einen Zaubertrank aus Kräutern und Honig zubereitet, den alle Besucher bei der Scheckübergabe kosten durften. Auch ein Ausflug nach Masseik in Belgien stand auf dem Programm. Weiter sind Angebote vorgesehen, die den Umgang mit Gefühlen, Aggressionen und Gewalt trainieren und sich mit dem Selbstwertgefühl und mit Nein-sagen-können befassen. Der SkF will das Sozialtraining zunächst als Projekt über einen Zeitraum von einem Jahr anbieten.   

Burkard Schröders zeigte sich beeindruckt, wie selbstbewusst die Kinder und Jugendlichen ihren Nachbarschafts- und Jugendtreff vorstellten. "Man merkt, dass die Jungen und Mädchen gerne dorthin kommen. Das ist ganz wichtig, wenn das Angebot die Wirkung haben soll, die wir uns alle versprechen: Kinder und Jugendliche stark zu machen", sagte Schröders.   

Der Stiftungsrat beschloss ferner, die gemeinnützige Volksverein Mönchengladbach GmbH mit 10.000 Euro zu unterstützen. Mit dem Geld wird sie ihr Arbeitsplatzangebot für langzeitarbeitslose Männer und Frauen erweitern. Die Sprachförderung für Asylbewerber in der Kirchengemeinde St. Sebastian in Würselen erhält aus Stiftungsmitteln 525 Euro. Insgesamt vergab die Stiftung Fördergelder in Höhe von 24.925 Euro.   


Die Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen wurde 2006 gegründet. Seitdem vergab sie annähernd 500.000 Euro an Fördermitteln zur Unterstützung sozial-caritativer Projekte im Bistum Aachen. Die Stiftung hat zum Ziel, Projekte zu unterstützen, die Kinder, Jugendliche und Familien stärken, Hilfen für Alte, Kranke und Menschen mit Behinderung anbieten und der Bekämpfung von Armut und Integration von Randgruppen dienen.