07. April 2011

"Auch Pflege braucht Elite"

Aachen. Eingeladen hatten die Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen und der Bund Katholischer Unternehmer zu einem Abend mit Vortrag und Podiumsdiskussion anlässlich eines aktuellen Themas:

Nachhaltigkeit - Fokus Fachkräftemangel

Als Vorsitzender des Stiftungsrates begrüßte Weihbischof Dr. Johannes Bündgens Gäste aus verschiedenen Einrichtungen, Verbänden , sozialen Organisationen und der Wirtschaft und machte die Bedeutung des Nachhaltigkeitsgedankens am Beispiel der Stiftung deutlich.

fachkraeftemangel01
von links nach rechts: Peter Unterberg vom BKU, Prof. Dr. Georg Cremer, General-
sekretär des Deutschen Caritasverbandes, und Interimsmanager Harald Hildwein 
(Foto: Gerd Schnitzler)

Der Generalsekretär des deutschen Caritasverbandes, Prof. Dr. Georg Cremer, eröffnete den Fachteil des Abends mit seinem Vortrag "Unternehmen der Caritas: Nachhaltigkeit sichern in stürmischen Zeiten". Beherztes unternehmerisches Handeln im harten Konkurrenzkampf der sozialen Dienstleister einerseits und anwaltschaftliche Verantwortung gepaart mit einem hohen diakonischen Anspruch andererseits: In diesem schwierigen Spannungsfeld sehen sich zunehmend soziale Akteure und Wohlfahrtsverbände wie der Caritasverband agieren.

Gerade in Zeiten des akuten Fachkräftemangels, des wachsenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks gerät soziales Unternehmertum immer mehr zu einem schwierigen Balanceakt zwischen Eigen- und Fremdnutzen. Besonders, wenn es darum geht, die "besten Köpfe" nicht allein der Wirtschaft und Industrie zu überlassen, sondern diese auch für das weite Feld der sozialen Berufe zu begeistern und dauerhaft zu gewinnen.

Auch der Caritasverband stellt sich diesen veränderten gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen und nimmt die wachsende Herausforderung offensiv an. Dass unternehmerisches Denken respektive Handeln und soziale Verantwortung indes kein Widerspruch sein müssen, wurde insbesondere im Vortrag von Prof. Dr. Cremer deutlich.

In einer engagierten Podiumsdiskussion betrachteten Harald Hildwein, Düsseldorf und Peter Unterberg, Köln die Thematik aus ihrer Sicht als Ökonom, Unternehmensberater bzw. mit Blick auf die politischen Zusammenhänge und Notwendigkeiten.

Lesen Sie hier mehr über die Veranstaltung.